Das Projekt MOGIS

Modellversuch für Gebärdensprachübungen in Schulen und Kindergärten

MOGIS ist die Abkürzung für ein Projekt, das der Gehörlosenverband Hamburg von Juni 2010 bis Mai 2011 durchführt hat, bezuschusst von Aktion Mensch/Bonn.
In diesem Projekt wurde geeignetes Material für einen Kompaktkurs für Gebärdensprachübungen in Kindergärten und Schulen erprobt und hergestellt.
Zielgruppe dieses Projektes waren und sind CODA-Kinder (Kinder gehörloser Eltern), die einen Kindergarten oder eine Schule besuchen. Die hörenden, bilingual aufwachsenden Kinder sind in ihrem Umfeld besonders gefordert, da es gesellschaftlich wenig Hintergrundwissen über Gehörlosigkeit und Gebärdensprache gibt. Ein Gebärdensprachkurs in ihrer Klasse oder in ihrer Kindergartengruppe ermöglicht es den anderen Kindern, Eltern und Lehrern sowie Erziehern, Berührungsängste abzubauen und einen Einblick in eine Fremdsprache zu gewinnen. Die Kinder trainieren ihre visuelle Wahrnehmung und ihren körperlichen Ausdruck und sind mit viel Elan und Begeisterung bei der Sache.
Damit auch nach Beendigung des Modellversuchs Gebärdensprachübungen in Kindergärten und Schulen organisiert werden können, wurde im Rahmen des Projekts ein Verein ProGs gegründet, der diese Aufgabe übernimmt. Der Verein betreibt auch eine Website, auf der Hinweise für Materialien zum Kompaktkurs, Broschüre und Videos mit Gebärden, gegeben werden.
Der Verein ProGs wird bei Bedarf in diesem Jahr auch noch weitere Kurse in Hamburg für die Präsentation gehörloser Eltern im Rahmen des Modellversuchs organisieren. Bei Interesse meldet Euch beim beim Gehörlosenverband Hamburg e.V. Stichwort: MOGIS.
Für andere Bundesländer können zur Zeit keine Kurse organisiert werden. Erste Überlegungen und Planungen laufen zur Zeit.

 

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